17.12.2023
Heiligabend der Bahnhofsmission

Kardinal Marx und Landesbischof Kopp feiern ökumenischen Weihnachtsgottesdienst im Hauptbahnhof

Am 24. Dezember lädt die Bahnhofsmission zu einem ökumenischen Weihnachtsgottesdienst in den Münchner Hauptbahnhof ein. Beginn ist um 16.30 Uhr. Gefeiert wird der Gottesdienst in diesem Jahr neben dem Reisezentrum, direkt gegenüber der Gleise 12 und 13.
„Frieden ALLEN Menschen“ ist das Thema des diesjährigen Weihnachtsgottesdienstes, den der katholische Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und der neue evangelische Landesbischof Christian Kopp gemeinsam leiten werden.
Schon in der Adventszeit brennt das Friedenslicht aus Bethlehem in der Bahnhofsmission. Während der Adventszeit liegt dort zudem ein Buch aus, in das Besucher*innen ihre Bitten, Hoffnungen und Wünsche eintragen können. Beim Gottesdienst übergibt das Team der Bahnhofsmission es an die beiden Bischöfe.
Landesbischof Kopp betont: „Die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission machen jeden Tag ernst mit einem Kernpunkt des christlichen Glaubens: der Liebe zum Nächsten und dem freundlichen Umgang mit Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen.“

Und Kardinal Marx erklärt: „Weihnachten ist das große Fest der Menschlichkeit! Das ist eine wichtige und frohe Botschaft gerade in Zeiten von Krieg, Einsamkeit und Krisen. Gut, dass es die Bahnhofsmission gibt, wo sich Haupt- und Ehrenamtliche mit weitem Herz und wachem Blick den Menschen in ihren Nöten zuwenden. So wird die Hoffnung von Weihnachten lebendig!“

Mitarbeitende und Ehrenamtliche der Bahnhofsmission werden den Gottesdienst mitgestalten: Sie teilen das Friedenslicht und tragen das Weihnachtsevangelium in mehreren Sprachen vor. Ein Trompeten-Ensemble wird den Gottesdienst musikalisch begleiten.
Im Anschluss an den Gottesdienst findet in der Bahnhofsmission an Gleis 11 eine Feier für Menschen ohne Zuhause statt. Dort wird es etwas zu essen und kleine Geschenke geben.
„Unser Weihnachtsgottesdienst verbindet Menschen: Münchner*innen und Reisende, Wohlhabende und Menschen, die nicht wissen, woher sie ihre nächste Mahlzeit bekommen. Das macht die ganz besondere Atmosphäre dieses Heiligabends am Münchner Hauptbahnhof aus. Es ist wirklich ein Weihnachten für alle“, so Barbara Thoma, Leiterin der Evangelischen Bahnhofsmission.
Ihre Kollegin Bettina Spahn, Leiterin der Katholischen Bahnhofsmission erklärt: „Für viele Menschen ist der Weihnachtsgottesdienst ein liebgewonnenes Innehalten von den Sorgen des Alltags geworden. Wir alle sehnen uns nach Miteinander-Sein und Frieden. Wir freuen uns daher sehr, dass wir den Weihnachtsgottesdienst in diesem Jahr mit Landesbischof Kopp und Kardinal Marx feiern können. Unser Dank gilt auch dem Bahnhofsmanagement, das den Gottesdienst trotz der Großbaustelle möglich macht.“

Was? Ökumenischer Weihnachtsgottesdienst der Bahnhofsmission
Wann? Heiligabend, Sonntag, 24. Dezember 2023, 16.30 Uhr
Wo? Hauptbahnhof München, neben dem Reisezentrum, gegenüber Gleise 12 und 13

06.11.2023
Lavendel II – Die Münchner Bahnhofsmission eröffnet zweiten Schutzraum für Frauen

Erweitertes Hilfsangebot für Frauen in seelischen oder körperlichen Notlagen und Umbruchsituationen

München. Seit 4. Oktober 2023 bietet die Münchner Bahnhofsmission im „Lavendel II“ nahe des Hauptbahnhofs einen zweiten Schutzraum für Frauen – Brücke und Haltepunkt für Frauen in akuten körperlichen oder seelischen Notlagen, bis sie in das bestehende Hilfsangebot vermittelt werden können. Zusätzliche zum seit April 2020 geöffneten Vierbettzimmer Lavendel I steht damit ein weiterer Raum zur Verfügung, in dem Frauen wenige Tage bis zu einige Wochen übernachten und sich tagsüber aufhalten können. Hier werden sie zeitgleich mit dem Notwendigsten versorgt sowie pädagogisch beraten und betreut.

„Im Lavendel können sie durchatmen und zur Ruhe kommen. Alleine im Jahr 2022 übernachteten hier in insgesamt 812 Nächten 169 Frauen und Kinder“, erklärt Barbara Thoma, Leiterin der evangelischen Bahnhofsmission. „Diese Auszeit ist extrem wichtig. In unseren anderen Räumlichkeiten am Bahnhof können wir Frauen nur zwischen 21:30 Uhr und 7:00 Uhr Schutz und Ruhe bieten“, ergänzt Bettina Spahn, Leiterin der katholischen Bahnhofsmission München.

Die Bahnhofsmission München ist die niedrigschwelligste soziale Einrichtung in München. Sie ist rund um die Uhr geöffnet – an 365 Tagen im Jahr. War Lavendel I noch mitten im Corona-Lockdown als ein von der Erzdiözese München und Freising finanziertes Projekt gestartet, läuft es mittlerweile als regelfinanziertes Angebot der Landeshauptstadt München. Auf Anregung der Stadt kann jetzt mit Lavendel II, das mit zwei Einzelbetten und einem Etagenbett ausgestattet ist, das Übernachtungsangebot verdoppelt werden.

Besonders dankbar sind Bettina Spahn und Barbara Thoma auch der Pension, die seit 2020 einen stabilen Mietvertag zu günstigen Konditionen zur Verfügung stellt. Die Möblierung konnte komplett aus Spendenmitteln finanziert werden. Die beiden Leiterinnen der ökumenisch getragenen Bahnhofsmission München sind sich einig: Für viele Frauen sei eine weitere Beratung und Betreuung erst nach der Stabilisierungsphase im Lavendel sinnvoll und durchführbar. Somit würden zum einen die Frauen, zum anderen das Hilfesystem entlastet.

Wie stark der Bedarf steigt, zeigen die aktuellen Zahlen aus der Bahnhofsmission: Bis Ende August 2023 übernachteten bereits rund 110 Personen in knapp 700 Nächten im Lavendel.

11.04.2023
Mittendrin und immer da – Der Sachbericht der Bahnhofsmission München 2022
29.03.2023
Caritas schließt Erstanlaufstelle am Münchner Hauptbahnhof

Aus dem evangelischen Sonntagsblatt vom 28.3.2023: „München (epd). Ende März schließt die Caritas ihren Info-Stand für ukrainische Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof. Die Bahnhofsmission an Gleis 11 übernehme ab dem 1. April in ihrem Regelbetrieb die Erstversorgung ankommender Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet, teilte die Caritas am Montag in München mit. Bereits seit Kriegsbeginn hatte die Bahnhofsmission gemeinsam mit der Caritas ukrainische Geflüchtete erstversorgt.

Seit Anfang März 2022 haben den Angaben zufolge etwa 200.000 Menschen Hilfe beim Info-Stand gesucht; zu Beginn waren es zeitweise mehr als 2.000 Menschen täglich. Anfang März 2023 registrierte die Stadt München täglich 65 neu ankommende Ukrainer und Ukrainerinnen.

´Dank des außerordentlichen Einsatzes der zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen konnten wir den Infopoint mehr als ein Jahr 24 Stunden täglich an sieben Tagen die Woche geöffnet halten`, sagte Caritas-Geschäftsleiter Harald Bachmeier. Die ankommenden Menschen wurden dort mit mit warmen Getränken, Speisen, Hygieneartikeln und Informationen versorgt.

´Die Bahnhofsmission München wird diesen Dienst als Anlaufstelle für alle Menschen, die am Münchner Hauptbahnhof anstranden und Hilfe brauchen, weiterführen`, sagte Marie Gabel, neue Vorständin von In Via, dem katholischen Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit. Die Bahnhofsmission wird ökumenisch getragen von In Via München, einem Fachverband der Caritas und dem Evangelischen Hilfswerk gGmbH, einer Tochtergesellschaft der Diakonie München und Oberbayern.“

Herzlichen Dank der Caritas für das Engagement im vergangen Jahr!
Gemeinsam mit Bundes- und Landespolizei und in enger und großartiger Kooperation mit der Deutschen Bahn sind wir weiter vor Ort und werden alles tun, was nötig und möglich ist.

14.12.2022
Bahnhofsmission feiert ökumenischen Weihnachtsgottesdienst im Hauptbahnhof

Am 24. Dezember lädt die Bahnhofsmission München zu einem ganz besonderen ökumenischen Weihnachtsgottesdienst ein. Gefeiert wird dieser um 16 Uhr in der alten Schalterhalle gegenüber den Gleisen.

Mitarbeitende und Ehrenamtliche der Bahnhofsmission werden den Gottesdienst mitgestalten: Sie lesen die Fürbitten, teilen das Friedenslicht und tragen das Weihnachtsevangelium vor. Dabei werden Passagen in Englisch, Spanisch, Armenisch, Russisch, Polnisch und Bulgarisch gelesen.

Ein Trompeten-Ensemble wird den Gottesdienst musikalisch begleiten.

Nach dem Weihnachtsgottesdienst bietet die Bahnhofsmission an Gleis 11 Bewirtung und kleine Geschenke für Menschen an, die dieses Weihnachten keinen Ort haben, zu dem sie gehen können.

„Bahnhöfe werden immer wieder als Kathedralen des Lebens bezeichnet. So ist der Bahnhof ein sehr besonderer Ort für den Gottesdienst. Ein Ort der Begegnung, schicksalhaft, manchmal dramatisch aber immer sehr dynamisch und lebendig“, sagt Bettina Spahn, Leiterin der katholischen Bahnhofsmission.

„In diesem Jahr erinnern wir uns vor allem an die Ankunft der vielen Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine geflohen sind und die hier eine erste Anlaufstelle gefunden haben“, so Barbara Thoma, Leiterin der evangelischen Bahnhofsmission.

Den Gottesdienst werden der katholische Weihbischof Wolfgang Bischof und der evangelische Regionalbischof Christian Kopp gemeinsam zelebrieren.

„Gottesdienst an Weihnachten, am Bahnhof, das ist etwas ganz Besonderes“, betont Regionalbischof Christian Kopp. „Genau in der Halle, in der in diesem Jahr die Geflüchteten aus der Ukraine angekommen sind, wo sie ihr provisorisches erstes Nachtlager hatten, dort stehen wir an der Krippe. Dort beten und singen wir und hören die Botschaft, die sich an alle Menschen richtet: Fürchtet Euch nicht. Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen – Wer versteht diese Botschaft besser als Menschen auf dem Weg?“

Weihbischof Wolfgang Bischof erklärt: „2022 ist der Begriff Zeitenwende von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres gekürt worden. So eine Zeitenwende hat jeder von uns in diesem Jahr erleben müssen, manchmal nicht nur durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine. Am Heiligabend gedenken wir der Zeitenwende schlechthin: der Geburt Jesu. Unsere Jahreszählung ist danach ausgerichtet. Was bedeutet diese Zeitenwende vor über 2000 Jahren für uns heute?“

 

Ein großer Dank der Bahnhofsmission geht an das Bahnhofsmanagement, das die Feier im Hauptbahnhof möglich macht.

27.07.2022
Video zum 125-jährigen Jubiläum der Bahnhofsmission München